Durch Dresden mit Monika Hildebrand

Anzeige D ie Dresdner Schauspielerin hat ihre Geburtsstadt nur einmal länger verlassen: für ihr Schauspielstudium in Berlin. Sie ist also Dresdnerin durch und durch. Ein paar Orte sind ihr über die Jahrzehnte ganz besonders ans Herz gewachsen. Hier nimmt sie das Dresden Magazin mit auf einen persönlichen Stadtrundgang

Schillerplatz

Mein liebster Ort in Dresden ist der Schillerplatz: mit seinen Cafés, den Geschäften, deren Besitzer ich teilweise schon so lange kenne, den alten Gründerzeithäusern. Mit den hübschen Gaslaternen, die es sonst nirgends mehr in der Stadt gibt, und dem kleinen Markt. Im Sommer sitze ich gern mit meiner Familie unter den alten Kastanien im Schillergarten-Restaurant oder im Biergarten und genieße den Blick auf die Elbhänge.

Der Biergarten am Blauen Wunder ist im Sommer einer der beliebtesten Orte der Stadt

Terrasse am Lingnerschloss

Mit Besuch gehe ich gern über das „Blaue Wunder“, die berühmte Elbbrücke, hinüber zum Körnerplatz. Wenn man von da aus die Schillerstraße hinauffährt, gelangt man zu den drei Schlössern: Schloss Albrechtsberg, Lingnerschloss und Schloss Eckberg. In den Parks rundherum blühen im Sommer Millionen Gänseblümchen. Von der Terrasse des Lingnerschlosses hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Und wenn das Wetter gut ist, sieht man sogar bis in die Sächsische Schweiz.

Waldpark

Auf der anderen Seite der Elbe gibt es den kleinen Waldpark, gleich neben dem Uniklinikum. Ich mag es da besonders im Frühling, wenn die ersten Blätter sprießen. Früher wohnte ich mit meiner Familie in einer schönen alten Villa in der Goetheallee, einer der schönsten Straßen Dresdens. Von da mussten wir nur einmal rechts abbiegen, schon waren wir im Waldpark. Damals bin ich dort mit meinen Enkelkindern oft Rad gefahren. Und wenn es mal Schnee gab, konnten wir im Park sogar rodeln.

Pillnitzer Park

Von Kleinzschachwitz aus kommt man mit einer Fähre hinüber nach Pillnitz. Der Blick vom Boot aus ist unschlagbar. Wenn man aussteigt, ist man sofort im Pillnitzer Park. Die Bäume dort sind unheimlich alt und groß, eine märchenhafte Kulisse – ich muss jedes Mal an Hänsel und Gretel denken. Die fast 250 Jahre alte Kamelie, die dort steht und im Frühjahr unzählige rosafarbene Blüten trägt, ist jeden Besuch wert.

Blick auf den Park Pillnitz, im Hintergrund das Schloss

„Am Anger“ in Kötzschenbroda (Radebeul)

Ein Stück elbabwärts liegt der Ort Kötzschenbroda, in dem es eine idyllische kleine Straße gibt: Am Anger. Links und rechts schicke kleine Lädchen in bunten Häusern, Cafés und Restaurants mit sehr gemütlichen, blumengeschmückten Hinterhöfen. Dort gibt es das gemütlichste Weinfest weit und breit, und den hübschesten Weihnachtsmarkt. Vor einigen Jahren habe ich hier zusammen mit einer Freundin einen Laden gesucht, weil sie ein Geschäft aufmachen wollte. Der kleinste Laden stand noch leer. Dort verkauft sie heute Mode und Accessoires.

Blick auf den historischen Ortskern von Altkötzschenbroda

Semperoper, Schauspielhaus

Ich gehe wahnsinnig gern in die Semperoper und ins Schauspielhaus. Ich liebe Konzerte und Ballettaufführungen. Außerdem finde ich die Architektur immer wieder beeindruckend. Oft gehe ich etwas zu früh los, um vorher noch einmal durch den Zwinger laufen zu können. Es gibt auf dem Theaterplatz ein kleines Café: die „Schinkelwache“. Dort treffe ich mich vor oder nach der Aufführung mit Freunden. Dort trinken wir heiße Schokolade und unterhalten uns über die Aufführung – das ist schließlich fast der wichtigste Teil des Abends.

Blick von der Hofkirche auf (von links) die Sempergalerie, die Semperoper und die Marienbrücke

Monika Hildebrand stand als Schauspielerin in fast allen Dresdner Theatern auf der Bühne und wirkte in vielen Film- und Fernsehproduktionen mit. Geboren wurde sie 1941 in Dresden, ihre Schauspielausbildung hat sie an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg absolviert. Im Mai ist sie in einer Inszenierung des Boulevardtheaters Dresden zu sehen. Für einen Imagefilm der Dresden Marketing GmbH (DMG) hat Monika Hildebrand einen Liebesbrief an ihre Stadt verfasst.